Menschen & TechnologieNeun Gründe, warum Kunden Ihren Apps untreu werden

Executive Summary

Unabhängig davon, ob Sie eine unternehmenskritische Anwendung einführen oder Ihre Anwendungen in den Apple- und Google-Stores zum Download anbieten, ist der Erfolg Ihrer Apps direkt an den Erfolg Ihres Unternehmens geknüpft. Eine typische Anwendung verliert jedoch schon in den ersten drei Tagen nach dem Download mehr als drei Viertel ihrer ursprünglichen Benutzer und nach 30 Tagen 90 Prozent. Hier nennen wir Ihnen neun Gründe, warum die meisten Anwendungen nicht überzeugen können.

Executive Summary

Unabhängig davon, ob Sie eine unternehmenskritische Anwendung einführen oder Ihre Anwendungen in den Apple- und Google-Stores zum Download anbieten, ist der Erfolg Ihrer Apps direkt an den Erfolg Ihres Unternehmens geknüpft. Eine typische Anwendung verliert jedoch schon in den ersten drei Tagen nach dem Download mehr als drei Viertel ihrer ursprünglichen Benutzer und nach 30 Tagen 90 Prozent. Hier nennen wir Ihnen neun Gründe, warum die meisten Anwendungen nicht überzeugen können.

Ob sie nun unternehmenskritische Enterprise-Apps ausrollen oder mobile Apps über den Apple- und den Google-Store vertreiben: Immer mehr Geschäftsführer stellen fest, dass der Erfolg ihrer Unternehmen oft vom Erfolg ihrer Anwendungen abhängt.

Aber der Wettbewerb bei Apps ist hart. Eine typische App verliert über 75 Prozent ihrer anfänglichen Nutzer innerhalb der ersten drei Tage nach dem Download. Nach einem Monat steigt diese Zahl auf bis zu 90 Prozent.

Woher kommt dieser Verfall? Zunächst einmal ist es extrem schwierig, eine wirklich gute App zu entwickeln. Geschwindigkeit, Sicherheit, Design und Nutzererfahrung: Es gibt jede Menge Gründe, warum Ihre App Ihre Kunden eventuell eher abschreckt, statt sie glücklich zu machen.

Das sind neun Gründe, warum es die meisten Apps nicht schaffen, den Wünschen der Nutzer gerecht zu werden.

1. Kein „Wow!“-Faktor

Einer von vier Nutzern startet eine mobile App einmal –und danach nie wieder.  Vier von zehn lassen die App nach zwei Sitzungen links liegen, und fast die Hälfte steigt nach der dritten aus. Falls Ihre App keinen unmittelbar überzeugenden Nutzen bietet – keinen Grund, „Das ist ja fantastisch!“ zu sagen -, wird sie sich nicht lange halten.

2. Ihre App stürzt ab

Ihre Kunden haben keine Chance, den Wert Ihrer großartigen App zu erkennen, wenn sie nicht startet oder immer wieder abstürzt. 80 Prozent der Nutzer lassen die Finger von einer mobilen App, wenn sie mehr als zwei Mal hintereinander abstürzt. Mehr als die Hälfte löscht sie gnadenlos.

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80 Prozent der Nutzer lassen die Finger von einer mobilen App, wenn sie mehr als zwei Mal abstürzt.

3. Ihre App lädt zu langsam

Für sage und schreibe 96 Prozent der Nutzer ist gute Performance unerlässlich. Neun von zehn Nutzern erwarten, dass eine App in vier oder weniger Sekunden lädt; fast die Hälfte will, dass sie in weniger als zwei Sekunden lädt.

4. Ihre App ist schlecht konzipiert und schwer zu bedienen

Fast 27 Prozent der Nutzer deinstallieren Apps, weil sie verwirrend oder zu schwer zu bedienen sind. Weitere 16 Prozent geben sie auf, wenn der Registrierungsprozess zu kompliziert ist.

5. Andere Apps sind besser als Ihre

Große Unternehmen nutzen im Schnitt 730 Cloud-Dienste —das sind 15 Mal mehr, als ihren IT-Abteilungen bewusst ist. Wenn die Produktivitäts-App, die Sie „verkaufen“, nicht deutlich bessere Leistung zeigt als eine kostenlose App, stimmen die Nutzer mit ihren Fingern ab. Unternehmens-Apps müssen Feature für Feature mit diesen Schatten-IT-Diensten mithalten können, oder sie riskieren, in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

6. Die Nutzer vergessen Ihre App

Apps, die nicht mit dem Nutzer in Kontakt treten, verzeichnen dramatische Rückgänge. Apps, die über integrierte Messaging-Dienste mit den Nutzern kommunizieren, weisen eine um 27 Prozent höhere Nutzung auf als Apps, die nicht kommunizieren.

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7. Ihre App nervt die Nutzer zu sehr

Umgekehrt treiben aber zu viele Benachrichtigungen die Nutzer dazu, auf den Löschen-Button zu drücken. Für 52 Prozent der App-Nutzer sind Push-Benachrichtigungen eine nervende Ablenkung. Senden Sie mehr als fünf davon pro Woche, hört ein Drittel Ihrer Nutzer ganz auf, die App zu verwenden.

8. Ihre App verschwendet Akkuleistung und Bandbreite

Mehr als ein Drittel der Nutzer gibt eine App auf, wenn sie den Akku zu schnell leert. Ein Fünftel löscht Apps, die zu viel Bandbreite verbrauchen.

Ein Fünftel löscht Apps, die zu viel Bandbreite verbrauchen.

9. Die Nutzer empfinden Ihre App als unsicher

Bei einer Umfrage unter 2.200 IT-Experten im Jahr 2016 , nannten 53 Prozent Sicherheitsbedenken als das Haupthindernis, wenn es um die Einführung von Cloud-Apps geht – im Jahr vorher waren es nur 45 Prozent der Befragten.

Denken Sie daran: Wenn Ihre App schlechte Leistung zeigt, wirft das ein schlechtes Licht auf Ihre Marke

Eine der größten Fehlentscheidungen in Bezug auf Ihre Marke ist es, eine App zu veröffentlichen, die noch nicht ausgereift ist. Über 50 Prozent aller Nutzer machen den Hersteller der App für schlechte Performance verantwortlich. Fast 40 Prozent finden, dass eine schlechte App den Ruf eines Unternehmens beschädigt. Anders gesagt: Wenn es keine Freude ist, Ihre App zu nutzen, dann kehren die Nutzer nicht nur Ihrer App den Rücken, sondern möglicherweise auch Ihrem Unternehmen.

Fazit: Eine App auf den Markt zu bringen, ist der Liebesdienst schlechthin. Vermeiden Sie diese neun häufigen Fallstricke, dann hat Ihre App – und damit Ihr Unternehmen – gute Aussichten auf Erfolg.

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